Mitmachen

Wir freuen uns, dass du bei der Amnesty Stadtgruppe Bonn mitmachen willst. Hier findest du verschiedene Möglichkeiten, dich für Menschenrechte einzusetzen.

Inhaltsverzeichnis

Unser Einzelfall

Wir engagieren uns für die Indigenenorganisation COPINH (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras). COPINH wurde 1993 gegründet und setzt sich für Land- und Umweltrechte sowie für die Rechte der indigenen Völker in Honduras, vor allem der Lenca im Westen des Landes, ein. So organisierte COPINH bspw. Aktionen gegen das Wasserkraftwerk Agua-Zarca am Fluss Gualcarque im Gebiet der Lenca. Durch die geplante Umleitung von Wasser, befürchtete die lokale Bevölkerung Wasserknappheit. Ihre Mitglieder werden seit Jahren deshalb bedroht und schikaniert. Am 2. März 2016 wurde Berta Cáceres, Mitbegründerin von COPINH, in ihrem Haus erschossen. Sie war eine der bekanntesten Umweltaktivistinnen in Lateinamerika und erhielt für ihre Arbeit 2015 den Goldman Environmental Prize. Ihre Tötung wurde immer noch nicht aufgeklärt.

Wir setzen uns dafür ein, dass umgehend gegen all diejenigen, die mutmaßlich an ihrer Ermordung beteiligt waren, gründliche, unabhängige und unparteiische Ermittlungen eingeleitet werden und dass die Verantwortlichen vor einem ordentlichen Gericht in einem fairen Verfahren angeklagt werden. Dies würde eine unmissverständliche Botschaft senden, dass Angriffe auf Menschenrechtverteidiger*innen in Honduras nicht toleriert werden. Zudem soll dafür gesorgt werden, dass Berta Cáceres‘ Familie und ihr Rechtsbeistand ungehinderten Zugang zu den Ermittlungsakten erhalten. Die Familie von Berta Cáceres sowie die indigene Gemeinschaft der Lenca verdienen Gerechtigkeit.

Bitte lest, druckt und unterschreibt unseren Appellbrief und schickt diesen an den Generalstaatsanwalt in Honduras. Vielen Dank.

Appellbrief_Honduras_spanisch     Appellbrief_Honduras_deutsch

Urgent Actions

„Urgent Actions“ (UAs) sind kurzfristige Appellaktionen von hoher Dringlichkeit, mit denen in kürzester Zeit weltweit Zehntausende Unterstützer_innen von Amnesty mobilisiert werden können. Sie werden herausgegeben, wenn Menschen unmittelbar in Gefahr sind, Opfer von schweren Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Hinrichtung oder rechtswidriger Zwangsräumung zu werden, oder um ein Muster schwerer Menschenrechtsverletzungen deutlich zu machen.

Petitionen

Petitionen kommen meist bei großen Kampagnen und Aktionen für übergeordnete Ziele (z. B. die Änderung oder Verhinderung eines Gesetzes), manchmal aber auch für besondere Einzelfälle zum Einsatz. Sie haben in der Regel eine Laufzeit von mehreren Monaten, damit eine möglichst große Zahl an Unterschriften für die Petition gesammelt werden kann – weltweit oft mehrere Hunderttausend. Diese werden dann alle gemeinsam an die Adressat_innen übergeben.

Briefe gegen das Vergessen

Briefe gegen das Vergessen sind kurz gefasste Appelle zugunsten einer Einzelperson oder eines bestimmten Personenkreises. In vielen Fällen wurden die Personen bereits durch eine UA unterstützt. Wenn eine UA noch nicht den gewünschten Erfolg hatte, greift der Brief gegen das Vergessen die Forderungen wieder auf, oder es werden darin weitere notwendige Verbesserungen der Situation gefordert.

Aktive Mitarbeit in der Stadtgruppe Bonn

Wann treffen wir uns?

Wir treffen uns jeden zweiten Mittwoch um 19:30 Uhr. Du bist herzlich eingeladen zu kommen.

Wo treffen wir uns?

Wir treffen uns derzeit nur virtuell. Wer an unseren Online-Treffen teilnehmen möchte, schreibt uns einfach eine E-Mail: stadtgruppe@amnesty-bonn.de.

 

Du willst uns noch etwas fragen?

Kein Problem, schreibe einfach eine E-Mail an stadtgruppe@amnesty-bonn.de.

22. Oktober 2020